Depressive Menschen suchen nach negativen Meinungen

Einem leicht depressiven Menschen könnte man mit ein paar netten Worten Mut machen. Jedoch, Menschen mit klinischer Depression hören lieber negative Dinge. Die unten beschriebene Studie legt nahe, dass depressive Menschen positive Kommentare nicht nur vermeiden, sondern aktiv danach suchen Rückkopplung Negativ.

Das haben die Autoren der Studie herausgefunden Menschen mit Depressionen neigen dazu, sich auf ein Umfeld einzulassen, das ihre negativen Ansichten über sich selbst unterstützt. Diese depressiven Menschen neigen dazu, sich von denen zu distanzieren, die versuchen, ihnen durch Verhaltensweisen wie:

  1. Feindselige und negative Selbstgespräche
  2. Fehlen einer Rückmeldung.
  3. Sie reduzieren den Augenkontakt.
  4. Negative Gesichtsgesten.
  5. Langsamere und eintönigere Reden.

Mit dieser Studie liefern die Autoren Beweise dafür, dass Menschen mit Depressionen manchmal solche Verhaltensweisen an den Tag legen, um negative Kommentare zu provozieren.

Für ihre Studie engagierten sich die Autoren drei Teilnehmergruppen:

  1. Menschen, die an einer klinischen Depression litten (28).
  2. Menschen, die nicht depressiv waren und ein hohes Selbstwertgefühl hatten (20).
  3. Menschen, die nicht depressiv waren, aber ein geringes Selbstwertgefühl hatten (25).

Die Teilnehmer wurden gebeten, ein Fragebogenpaket auszufüllen, und es wurde ihnen mitgeteilt, dass ihre Antworten die Grundlage für eine Bewertung bilden würden Persönlichkeit. Diese Bewertung würde von Doktoranden durchgeführt.

Den Teilnehmern wurden später Zusammenfassungen der Einschätzungen ihrer Persönlichkeit durch die Doktoranden vorgelegt. Aber in Wirklichkeit hat jeder die gleichen zwei Zusammenfassungen, von denen eine positiv war („diese Person scheint ausgeglichen, selbstbewusst, glücklich usw.“ zu sein) und die andere negativ („diese Person scheint traurig zu sein“). unangenehm usw."). Anschließend wurden sie gebeten, auszuwählen, welche Version der positiven und negativen Bewertungen sie lesen wollten. Sie wurden außerdem gebeten, die Genauigkeit der beiden Zusammenfassungen zu bewerten.

Nur 25 % der Gruppe mit hohem Selbstwertgefühl entschieden sich für die ungünstige Bewertung gegenüber der positiven. 64 Prozent der Teilnehmer mit geringem Selbstwertgefühl, die aber nicht depressiv waren, entschieden sich für die negative Bewertung. Im Gegensatz dazu entschieden sich 82 % der depressiven Teilnehmer für die ungünstige Bewertung.

Von den drei Gruppen bewerteten nur die depressiven Teilnehmer die negative Bewertung als zutreffender.

Referenz:
R. Brian Giesler, Robert A. Josephs, Ph.D. und William B. Swann, Jr., Ph.D. Selbstverifizierung bei klinischer Depression: Der Wunsch nach negativer Bewertung. Journal of Abnormal Psychology, Bd. 105, Nr. 3, S. 358-368.


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